Sankt Sebastianus Schützenbruderschaft Heppendorf e.V. gegründet 1414

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Die Geschichte der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Heppendorf



Die St. Sebastianus-Bruderschaft Heppendorf soll früher eine rein kirchliche Bruderschaft unter dem Titel „Bruderschaft zu den Pfarrpatronen Dionysius und Sebastianus“ in der Pfarrgemeinde Heppendorf gewesen sein. Hiervon stammt wahrscheinlich auch das alte Bruderschaftslied, welches der Generation unserer Urgroßeltern noch in lebhafter Erinnerung war, da es bei bestimmten kirchlichen Anlässen öfter gesungen wurde. Es beginnt mit folgenden Strophen:

St. Dyonis, der Kirche Licht
Durch Treu in deines Amtes Pflicht!
Und Martyrer Sebastian!
Wir stimmen euch ein Loblied an! Patrone unserer Pfarrgemeind',
Wie schön hat euch die Lieb' vereint!
Beschirmer unserer Bruderschaft,
Wie stärket eure Glaubenskraft!

Bis zum Jahre 1896 wurde bei festlichen Anlässen ein altes „Bruderschaftsfähndel“ benutzt. Es trug - so steht es in der in gotischer Schrift verfassten Festschrift von 1914 - die Bildnisse beider Pfarrpatronen Dionysius und Sebastianus und über beiden ein Bild der „Gottesmutter Maria“. Letztere wohl zur Erinnerung an die früher hier bestandene, aber im Laufe der Zeit eingegangene „Bruderschaft zu unserer Lieben Frau“. Weiterhin führte das alte Fähndel das Bildnis des „Hl. Erzengels Michael“, wahrscheinlich wegen der Schützenmitglieder des Ortes Ahe, (die Kapelle in Ahe war dem Erzengel Michael geweiht), die sich Ende der vierziger Jahre des vorvorigen Jahrhunderts von der Schützenbruderschaft in Heppendorf trennten und eine eigene Bruderschaft gründeten.
Das genaue Gründungsjahr der Bruderschaft ist heute nicht mehr exakt zu belegen. Bestimmte Hinweise weisen darauf hin, dass sie 1414 (also 78 Jahre bevor Kolumbus Amerika entdeckte) als religiöse Bruderschaft gegründet wurde oder schon bestanden hat. Beim Fest anlässlich des 500-jährigen Bestehens der Heppendorfer Schützenbruderschaft im Jahre 1914 bezog man sich auf dieses Datum. In der erwähnten Festschrift ist anhand des alten Bruderschaftsbüchleins wörtlich zu lesen: „Die Bruderschaft zu dem hl. Dionysius und Sebastianus wurde vor undenklichen Zeiten in der Pfarrgemeinde Heppendorf eingeführt und zeichnete sich aus durch viele Werke der Frömmigkeit, Liebe und Barmherzigkeit, worüber auch Papst Innocenz XII., in einem im hiesigen Pfarrarchiv vorhandenen Bulle vom 12. Juni 1694 belobigend sein Wohlgefallen ausspricht“. Das Original dieser Papstbulle befindet sich heute in einem Bankfach.

Der Zweck der Bruderschaft war nach dem besagten alten Büchlein:
1. Die Brüder und Schwestern verpflichten sich: Einer den anderen durch Wort und Beispiel aufzumuntern zur eifrigen Ausübung aller die Ehre Gottes fördernden Werke, zur fleißigen Beiwohnung des Pfarrgottesdienstes und Anhörung des göttlichen Wortes, zum öfteren Empfang der heiligen Sakramente und einander vor Schaden an Leib und Seele zu bewahren.
2. Einander, Lebende wie Verstorbene, an ihren Gebeten und Verdiensten Anteil nehmen zu lassen.
3. Auch das leibliche Wohl besonders in großen Nöten, einander angelegen sein zu lassen.
Die Begleitung bei Sakramentsprozessionen galt als weitere vornehme Aufgabe der Schützen in früheren Zeiten. Dieses Ehrengeleit ist heute für alle Bruderschaften Tradition.

Laut der Festschrift von 1914 waren im Pfarrarchiv lange ein Verzeichnis vom 12. Juni 1548 und ein altes Protokollbuch aus dem Jahre 1554 vorhanden. Aber leider sind auch diese Originale, neben vielen anderen bedeutenden Dokumenten der Bruderschaft, verschollen. Danach waren im Verzeichnis vom 12. Juni 1548 auch die Gefälle, also Abgaben, aufgeführt, die an die „Broderschaff zu St. Dyonissi et Sebastiani“ entrichtet wurden.
Von welchem Zeitpunkt ab das jährliche Vogelschießen (jeweils am Sonntag nach Johanni – 24. Juni) stattfand, ist nicht genau nachzuweisen. Anhand der noch vorhandenen Königsschilder lässt sich belegen, dass es mindesten im Jahre 1669 schon bestand.

SCHÜTZENSILBER

Das Schützensilber der Heppendorfer St.-Sebastians-Schützenbruderschaft: Die Kette und die Krone werden heute in einem Bankfach aufbewahrt. Alle Teile sind aus Silber. Urkunden und Akten der Bruderschaft (ab 1548) wurden früher im Pfarrarchiv aufbewahrt. Sie sind aber, bis auf das Päpstliche Ablass Privileg aus dem Jahre 1694 (befindet sich ebenfalls im Bankfach), leider verschollen.
Die vorhandene Schützenkrone ist 18 cm hoch und hat einen Durchmesser von 21 cm. Sie ist ein reich mit Silber beschlagener Hut. Sie ist ein Geschenk des Herrn von Eynatten. Auf dem Rand befindet sich das Chronogramm: Corona M. honorIs posVIt In CapIte eIVs R.L.B. De Eynatten (= 1765). Das heißt im Klartext:
„Coronam honoris posuit in capite ejus R. L. B. de Eynatten“
Das bedeutet übersetzt:
„Die Krone der Ehre setzte auf sein Haupt R. L. B. von Eynatten“
Die Krone ist reich verziert mit getriebenem Muschelwerk. Auf der Vorderseite erkennt man die Darstellung des Hl. Sebastian, auf der Rückseite befindet sich das Wappen der Familie von Eynatten. Auf dem Bügel der Krone prangt ein 16 cm großer Vogel, der vollplastisch gearbeitet ist. Er wurde etwa Anfang des 19. Jahrhunderts hinzugefügt.

Ein Schild aus dem Jahre 1669 weist auf der einen Seite
1669: das Wappen der Herren von Laach und auf der anderen das Bild des Hl. Sebastiänus auf.

Ein solches aus dem Jahre 1672 besagt:
1672: Hilger Malmen und Agnes Hechers Eheleuth zu Wiedenau und mit Nachbar von Heppendorpff.

Ein drittes bekundet:
1697: Höhe (H.): = 11 cm, vergoldet. Getriebener, gekrönter Rand, Vorderseite (Vs.): graviertes Wappen (v. d. Horst), Rückseite (Rs.): Kursivinschrift: Anno 1697 hatt der Frey Herr von der Horst zu HeimertzHeim Herr zu Laach den vogell lhm Höbbendorffer Kirschpel Redelich abgeschossen. Mit dem Laacher Wappen auf der Rückseite.

Das jährliche Fest des Vogelschusses war eng mit dem kirchlichen Leben verwachsen. Laut der Festschrift von 1914 bestand folgende traditionelle Sitte: War der sogenannte Brudervogel abgeschossen, wurde der König zur Pfarrkirche geführt. Dort wurde eine kleine Feier mit Te Deum und Segen abgehalten Dieser Brauch hat sich bis zu den Zeiten des Pfarrers Ludwig Josef Hutanus (Pfarrer von 1832 bis 1873) erhalten.

Der Vorwurf mancher Historiker, die Schützenbruderschaften hätten zu wenig zur Sicherung ihrer alten Urkunden und Akten unternommen ist nicht immer angebracht. Wenn man bedenkt, dass die Städte und Dörfer oft von Feuer, Krieg und Plünderungen heimgesucht wurden - und es in diesen wirren Zeiten doch keine sicheren Aufbewahrungsmöglichkeiten gab, so wird leicht verständlich, dass auch wir in unserer Bruderschaft von den alten Urkunden und Akten nicht mehr viel vorfinden. Überdies sind bei den Wirren in der Endphase des 2. Weltkrieges (Ende Februar / Anfang März 1945), als ein Großteil der Heppendorfer Bevölkerung für 8 Tage in der Heppendorfer Kirche eingeschlossen waren und die Häuser leer standen, wichtige Unterlagen der Bruderschaft verschollen. Mit Ausnahme der Schützenkrone, Teile des Schützensilbers, der alten Schützenfahne, der erwähnten Urkunde von 1694 und der kleinen Festschrift von 1914 müssen alle sonstigen unersetzbaren Werte unserer Bruderschaft leider als verloren angesehen werden. So ist es uns auch nicht möglich, anhand von Protokollbüchern und sonstigen Aufzeichnungen den genauen Ablauf des Schützenfestes 1914, anlässlich des 500-jährigen Bestehens der Heppendorfer Schützenbruderschaft, darzustellen. Lediglich mit einer Anzeige in der Bergheimer Zeitung (vom 20. und 28. Juni 1914) bzw. mit der erwähnten Festschrift zum Jubiläum können wir belegen, welche Ausmaße diese Feier damals in dem kleinen Heppendorf (mit Widdendorf und Stammeln zusammen etwa 800 Einwohner) hatte.



500 - jähriges Bestehen der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft Heppendorf im Jahre 1914

Die St. Sebastianus-Schützenbruderschaft Heppendorf ist eine der ältesten Schützenbruderschaften im Bundesgebiet. Am letzten Junisonntag des Jahres 1914, kurz vor Beginn des 1. Weltkrieges, konnte die Heppendorfer Bruderschaft ihr 500-jähriges Bestehen feiern.

Der 28. Juni 1914 war ein schöner Sommertag. Als an diesem Sonntagnachmittag der „Große historische Festzug“ durch Heppendorf zog, fielen im fernen Sarajevo die tödlichen Schüsse auf den österreichischen Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand und seine Frau. Dieses Ereignis war letztlich der Anlass für den ersten der beiden furchtbaren Weltkriege im vergangenen Jahrhundert.

Doch davon ahnte während des Festes niemand etwas. In einer Zeit, in der es auch noch kein Radio gab, erreichte die folgenschwere Nachricht die Menschen auf den kleinen Dörfern erst mit der Verzögerung von mehreren Tagen. Und zwar hier in unserer Gegend durch die nur zweimal wöchentlich erscheinenden Zeitungen (Bergheimer Zeitung und Bedburger Erft-Bote), die aber hier in Heppendorf nur wenige Bewohner bezogen. Das Ereignis in Sarajevo, von dem die Zeitungen danach voll waren, mag mit der Grund dafür sein, dass sich in den hiesigen Blättern leider kein Bericht von dem großen Schützenfest in Heppendorf findet. Von Erzählungen ist überliefert, dass die Leute noch lange von dem Jubiläumsfest schwärmten. Denn sie wussten, dass es zu ihren Lebzeiten wahrscheinlich kein ähnlich großartiges Fest mit so einem schönen historischen Festzug mehr in Heppendorf geben würde.

Anlässlich dieses seltenen Jubelfestes wurde auch diese kleine Festschrift erstellt, von der noch ein abgegriffenes leicht vergilbtes Exemplar erhalten blieb.

Außer den zuvor dargelegten Aufzeichnungen sind leider keine weiteren Dokumente vom 500 - jährigen Jubelfest erhalten. Die Zeitungen waren in der Woche darauf voll von dem Ereignis in Sarajevo und den sich daraus entwickelnden Auswirkungen.



525 - jähriges Bestehen der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft Heppendorf im Jahre 1939

Die Zeitenläufe haben es mit sich gebracht, dass zwei Jubiläen unserer Schützenbruderschaft jeweils unmittelbar vor Ausbruch eines großen Krieges stattfanden. Denn auch nach diesem Fest brach wenige Monate nach dem Schützenfest wieder ein Krieg aus, diesmal ein noch viel furchtbarerer. Nun fand im Ende Juni 1939 kein Schützenfest im besonderen Rahmen statt wie 25 Jahre zuvor. Denn mit dem Aufkommen und erst recht in der Zeit des Nationalsozialismus wurden hier im Rheinland die herkömmlichen religiös geprägten Bruderschaften missfällig betrachtet. Im Jahre 1936 wurde die „Erzbruderschaft vom Heiligen Sebastianus“ (der Vorgängerverband des „Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften“) wegen der Ablehnung des Wehrschießens und wegen der katholischen Grundhaltung von der Gestapo aufgelöst.

In diesem politischen Klima war ein groß aufgezogenes Jubiläumsschützenfest nicht mehr möglich. Doch es fand immerhin noch ein Schützenfest statt, wenn auch im einem kleinerem Rahmen. Eine Festschrift konnte aus naheliegenden Gründen dann natürlich auch nicht erstellt werden. Der Brudermeister war zu dieser Zeit Willi Schütz. Und der Schützenkönig des Jahres 1939, Heinrich Oebel, war dann leider für längere Zeit der letzte Schützenkönig.



Nachkriegszeit bis zum Schützenfest 1964

Es ist klar, dass während und in den ersten Jahren nach dem zweiten Weltkrieg kein Schützenfest stattfand. Zum einen stand den Menschen nach dieser zweiten, noch schlimmeren Katastrophe, den Menschen nicht der Sinn nach Volksfesten. Trauer, der tägliche Überlebenskampf und die Frage, wie es weitergehen soll, standen im Vordergrund. Hierzu kam, dass der einzige Saal im Dorf, nämlich der der Gastwirtschaft Ludwig Schumacher, für ein Schützenfest nicht zur Verfügung stand, weil dort viele Heimatvertriebene aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten zwischen hergerichteten Trennwänden für einige Jahre notdürftig untergekommen waren. Und an ein Festzelt war nicht zu denken. Erst nachdem sich die demokratische Grundordnung in den drei Westzonen durch setzte und mit der Währungsreform und der Bildung des Landes Nordrheinwestfalen (1948) und Gründung der Bundesrepublik Deutschland (1949) allmählich wieder von einem normalen, wenn auch bescheidenen Leben die Rede sein konnte, war auch wieder an die Feier des jährlichen Schützenfestes zu denken.

Das erste, wieder ausgiebig gefeierte Schützenfest nach dem Kriege fand im Juni 1950 statt. Der 1. Brudermeister war nach wie vor Will Schütz, Schützenkönig war Josef Maus.

Wegen des Verbotes von Feuerwaffen schossen die Heppendorfer Schützen zunächst wieder mit der Armbrust auf den Vogel. So auf dem damals noch vorhandenen kleinen Platz (Anwesen Leuschen) gegenüber der damaligen Gastwirtschaft Merzenich/Scharbaum. Später im Hof der Gastwirtschaft Theodor Hoch. Danach auf der Gartenseite der Heppendorfer Volksschule beim Hof Lützerath/Langen. Genau da, wo wir auch heute noch bzw. wieder auf den Vogel schießen. Aber zwischendurch mussten wir dort unseren Schießstand abbauen um ihn auf der Wiese des Landwirts Scharbaum (in Richtung Widdendorf) aufzubauen. Dort fand auch das Königsschießen anlässlich 550-jährigen Bestehens und das Bundesschützenfestes 1964 statt, sowie auch der Feldgottesdienst und die Feier im Festzelt. Doch auch an diesem Standort konnten wir nicht bleiben, die Odyssee ging weiter. Endlich fanden wir eine, wie es schien, endgültige Bleibe eingangs von Stammeln. Dort bauten wir, unter Regie des damaligen 1. Brudermeisters Heinz Hensen, mit hohem Aufwand an Geld und Material sowie unendlich vielen ehrenamtlich geleisteten Arbeitsstunden durch die Schützen, eine kleine Schützenhalle, einen Hochschießstand und einen 50 Meter Kleinkaliber-Schießstand auf. Doch auch da waren uns nur wenige Jahre vergönnt, an diesem Ort konnten wir letztlich auch nicht bleiben. Die Gemeinde Elsdorf benötigte nun das eigentlich an uns für viele Jahre verpachtete Gelände für eine Industrieansiedlung. Sie bot uns dafür im Austausch neben einem überschaubaren Geldbetrag den Ausbau der ehemaligen Volksschule zu einem Bürgerhaus an. Zudem würde uns dann gestattet, wieder auf dem Platz hinter der Schule beim Hof Lützerath/Langen unseren Schießstand zu errichten. Uns blieb, auch im Hinblick auf ein gedeihliches Miteinander keine andere Wahl, als dem Vorschlag „Errichtung eines Bürgerhauses in Heppendorf“ zum Wohl aller Bürger und Dorfvereine zuzustimmen.



550 - jähriges Bestehen der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft Heppendorf im Jahre 1964 ...

... in Verbindung mit dem Bundesschützenfest des Bezirksverbandes Bergheim-Süd

Lange hatten sich die Heppendorfer Schützen auf dieses Fest gefreut. Endlich stand unser Ort wieder im Mittelpunkt des Geschehens, weil mit dem Fest ja auch das „Bundesschützenfest des Bezirksverbandes Bergheim-Süd“ verbunden war.

Bei so einem Bundesschützenfest sind nicht nur die Bruderschaften der nahen Umgebung zu Gast, die uns - und wir sie - bei den Schützenfesten besuchen, sondern alle Bruderschaften, die dem Bezirksverbandes Bergheim-Süd angeschlossen sind. Dadurch war von vorneherein klar: „An demm Daach es oß Dörp zo klehn!“

So war es dann auch. Wochen vorher wurde der König für das Fest auf Scharbaums Wiese ausgeschossen. Vorher hatten sich die Schützen für das Gruppenbild versammelt.

Schützenkönig wurde das langjährige Mitglied Gerhard Hensen im Alter von 74 Jahren. Da seine Frau, Gertrud Hensen, vier Jahre zuvor verstorben war, wurde seine Tochter, Maria Kinder, Schützenkönigin. Der erste Jungschützenkönig wurde Toni Leuschen.

Die eigentlichen Festvorbereitungen unter der Regie des 1. Brudermeister Heinz Hensen, der Sohn des neuen Schützenkönigs, konnten beginnen.

Eine umfangreiche Festschrift wurde erstellt.

Jeder brachte seine Ideen ein und grün-weiße Girlanden waren auf einmal sehr gefragt. Man kann den Ablauf des vom damaligen Vorstand hervorragend vorbereiteten und durchgeführten Bundesschützenfestes am besten durch Presseberichte und anschauliche Bilder darstellen.

Auszüge aus der Kölnischen Rundschau mit mehreren Fotos vom 30 Juni 1964:

Überschrift: Feierliches Pontifikalamt zum Auftakt „Mit einem feierliches Pontifikalamt begannen am Sonntagmorgen die Feierlichkeiten aus Anlaß des 550-jährigen Bestehens der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft Heppendorf und des Bundesfestes der Schützen im Südkreis Bergheim. Weihbischof Dr. Frotz zelebrierte das Amt unter einem Baldachin, der über den Altar auf der Festwiese am Ortsausgang gebaut war. Den Altar umgaben zahlreiche Meßdiener, Fahnenabordnungen Dutzende Schützenbruderschaften, die nachmittags am Festzug teilnahmen und einige Hundert Gläubige“.

In dem Zeitungsbericht folgt nun ein Bilder vom Hochmeister der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften, Graf von Galen, und Weihbischof Dr. Frotz, die das Heppendorfer Schützensilber bewundern. Mit dem Bild von den Bogenschützen und Königen von Gastbruderschaften beschließt die Zeitung die erste Seite.

Auf der nächsten Seite folgt die Schlagzeile:
4000 sahen Jubiläumsfestzug mit der Unterzeile: 550-jähriges Jubelfest und Bundesschützenfest war eindrucksvolle Schützendemonstration Dann weiter auszugsweise:
„Selten erlebte der Süd Bund ein solches Schützenfest wie am Wochenende aus Anlaß des 550-jährigen Bestehens der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft Heppendorf. Für drei Tage hatte der gesamte Ort sein Festkleid angezogen und war die Zeile von Hunderten Schützen aus nah und fern. An die 4000 Zuschauer drängten sich an diesem Sonntagnachmittag in den Straßen des Ortes, als 22 Schützenbruderschaften zusammen mit acht Musikkapellen zum Festzug von selten gesehenem Ausmaß antraten. Böllerschüsse kündigten am Samstagabend den festbeginn an. Zu dieser Zeit waren bereits die Einfallstraßen nach Heppendorf gesperrt. Schon am frühen Sonntagmorgen, die Heppendorfer waren bereits um 5 Uhr geweckt worden, kamen die ersten Fahnenabordnungen der Gastbruderschaften und säumten den Altar auf der Festwiese. Am Ehrenmal an der Kirche wurde danach der Gefallenen gedacht. Am Pontifikalamt und an der Kranzniederlegung nahm auch Landrat Albert Schlangen teil. Temperamentvoll eröffnete ein holländisches Damentanzkorps den großen Festzug, in dem zunächst die zahlreichen Ehrengäste in den geschmückten Kutschen mitfuhren, die später die Parade abnahmen. Mittendrin natürlich das Schützenkönigspaar. Es werden nun noch die ganzen Musikzüge und Bruderschaften aufgezählt, wobei besonders die Schützenbruderschaft Düsseldorf-Eller, die Köln-Deutzer Schützen und die „Kölsche Torwach“ in ihren historischen Kostümen herausgestellt werden. Der Hochmeister, Graf von Galen, eröffnete zwar noch das Preis- und Vogelschießen, verzichtete aber in Anbetracht der unübersehbaren Menschenmenge auf die ursprünglich vorgesehene Festansprache. Der Abschlußsatz lautete: Das einhellige Urteil aller Besucher beim Jubiläumsfest: „Das Fest ist gelungen!“ Gelungen war der Festzug, waren die Feuerwerke und die Festveranstaltungen.

Auszüge aus dem Kölner Stadtanzeiger mit mehreren Fotos vom 30 Juni 1964:

Überschrift: Schlankbeinige Herolde vor traditionsschweren Fahnen mit der Unterzeile: Heppendorfer Sebastianer feierten ihr 550-jähriges Bestehen – Hohe Gäste

Es war ein zweifacher Anlaß, der Heppendorf am Wochenende in den Schmuck von Fahnen, Girlanden und frischem Grün hüllte: Das 550-jährige Gründungsfest der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft und in Verbindung damit das Bundesschützenfest 1964 des Südbundes. Insgesamt 22 Bruderschaften hatten Fahnenabordnungen und Delegierten nach Heppendorf entsandt. Sie gaben dem Ort ein festliches Gepräge. Prominente Gäste waren der Kölner Weihbischof Dr. Frotz und der Hochmeister Schützenbruderschaften, Graf von Galen. Die Heppendorfer Schützen brachten es fertig, aus dem mit ihrem 550 Gründungsfest verbundenen Bundesschützentreffen ein Volksfest zu gestalten. Alt und jung beteiligten sich daran, und auch Petrus gab seinen Segen dazu. Schon am Samstagabend hatten die St. Sebastiane das Fest mit Böllerschüssen und einem Fackelzug eröffnet, wonach dann bis Mitternacht im Zelt getanzt wurde. Am Sonntagmorgen wurden die Heppendorfer bereits sehr früh von einem Tambourkorps geweckt. Das Pontifikalamt zelebrierte Weihbischof Dr. Frotz. Und bei der anschließenden Gefallenenehrung, und dem Gedenken allen verstorbenen Schützen, legten Mitglieder der Schützenbruderschaften Kränze nieder. Die ersten Brudervereine trafen bereits zum nachmittäglichen Festzug ein, als die letzten Besucher des Frühschoppens nach Hause gingen. Höhepunkt des Festes war der Festzug durch die mit 2000 Girlanden geschmückten Ortsstraßen. Es beteiligten sich daran außer den Ortsvereinen und Musik- und Tambourkorps 22 Brudervereine – darunter die Bruderschaften aus Düsseldorf-Eller und Köln-Deutz. Dem Zug voran zog eine schmucke holländische Damenkapelle mit Trommeln und Fanfaren. Ihr jubelten die rund 4000 Besucher, die die Straßen dicht umsäumten, besonders herzlich zu. Es folgten in bunter Folge, die Heppendorfer Schützen und die Gastabordnungen, teilweise mit ihren Jungschützen. Auch die „Kölsche Torwach“ in ihrer historischen Tracht hatte sich eingereiht. Der Vorbeimarsch wurde an der Schule abgenommen. Dazu hatten auf der Ehrentribüne Weihbischof Dr. Frotz, Hochmeister Graf von Galen, Pfarrer Faust, Schützenkönig Gerhard Hensen mit seiner als Schützenkönigin fungierenden Tochter, Frau Maria Kinder, die Bundesmeister des Kreises Bergheim und viele Ehrengäste Platz genommen. Eine halbe Stunde lang defilierten die ordensgeschmückten Schützen an der Prominenz vorbei. Nach dem Festzug wurde dann, wie geplant, ein großes Vogel- und Ehrenpreisschießen - sowie ein Armbrustschießen für die Jüngeren - durchgeführt, derweil im Festzelt eifrig getanzt wurde. Am Montag fand das Fest mit einem Brillantfeuerwerk und dem traditionellen Königsball seinen Abschluß.

Das alles ist nun auch schon wieder 50 Jahre her. Aber alle, die damals dabei waren, und nun selbst in die Jahre gekommen sind, erinnern sich noch gerne an dieses schöne Fest.

Das Leben ging wieder seinen gewohnten Gang. Weitere „normale“ Schützenfeste folgten.

Eine neue Schützengeneration wuchs heran, die dann im Jahre 1989 natürlich wieder ein großes Jubiläums- und Bundesfest ausrichten wollte, um es ihren Vorgängern gleichzutun. Denn die Heppendorfer St. Sebastianus-Schützenbruderschaft wurde nun 575 Jahre alt.



575 - jähriges Bestehen der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft Heppendorf im Jahre 1989 ...

in Verbindung mit dem Bundesschützenfest des Bezirksverbandes Bergheim-Süd

Heppendorf war größer und moderner geworden, behielt aber seinen dörflichen Charakter bei. Keine Hochhäuser verstellen und verstellen bis heute den Blick auf die Dorfkirche. Aber die Ansprüche waren gestiegen und mit ihnen die Erwartungen auf das kommende Jubiläums- und Bundesfestschützenfest. Schon die Generalversammlung der Schützen am Sebastianustag 1988, also bereits am 20 Januar, stand ganz im Zeichen der Vorbereitungen auf das Fest im nächsten Jahr. Der Vorstand, unter Führung des 1. Brudermeisters Barthel Portz, gründete daher mit einem erweiterten Vorstand auch frühzeitig einen Festausschuss. Als erstes wurde für das laufende Jahr im September ein umfangreiches Gönnerfest geplant. Aber zuerst wurden an einem schönen Sonntagnachmittag im Mai 1989 die Schützen zu einem Gemeinschaftsbild mit anschließendem Königsschießen eingeladen.

Die Schützen, unter Leitung von Dietmar Kinder und Peter Hamacher, waren schon seit Monaten damit beschäftigt, wieder eine schöne und umfangreiche Festschrift zu erstellen. Hier die Titelseite mit einer Zeichnung der Heppendorfer Pfarrkirche von Willi Müller:

Alle Zeitungen brachten wieder ausführliche Vorberichte zum Jubiläum und heizten somit die Vorfreude auf das Fest an. Und man sparte auch nicht die Historie aus. So stimmte man beispielsweise die Leser in den Tagen vor dem Fest etwa folgendermaßen auf das mutmaßliche Geschehen vor rund sechs Jahrhunderten ein: Ritter Gerhard II von Heppendorf war mit seinem Genossen Hund von dem Busch von Wevelinghoven der Schrecken der ganzen Gegend. Sie raubten, plünderten und mordeten. Wehrhafte und fromme Männer aus dem Dorf und Umgebung schlossen sich zu einer Bruderschaft zusammen um den Räubern mit der Waffe in der Hand entgegentreten zu können. Als die beiden Adeligen bei Herzogenrath Kölner Kaufleute überfielen, stellt Kaiser Friedrich sie vor das Reichshofsgericht in Köln. Doch die Raubritter flüchteten. Darauf sprach der Kaiser die Reichsacht über sie aus. Als Geächtete waren sie selbst rechtlos und so konnten sie die Bauern nicht mehr zur Gefolgschaft und Frondienst zwingen. So oder ähnlich könnte die Gründung der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft - wie die anderer Bruderschaften auch - Anfang um 1414 ausgesehen haben. Jedenfalls sind die damaligen Ereignisse so überliefert worden, so dass sie am 28. Juni 1914, also 500 Jahre später, beim „Großen Historischen Festzug“ in der Tracht des frühen 15. Jahrhunderts nachgespielt wurden und damit den Höhepunkt des damaligen Jubelfestes bildeten. Die Kunde von der Heppendorfer St. Sebastianus-Schützenruderschaft drang auch ins ferne Rom, wo Papst Innozenz XI in einer Bulle (Urkunden) vom 15. Juni 1694 sein Wohlgefallen über die Schützen zum Ausdruck brachte. Durch sechs Jahrhunderte blieben die Heppendorfer Schützen den Idealen ihrer Vereinigung „Glaube, Sitte und Heimat“ treu, wenn auch die anfängliche Wehrhaftigkeit überflüssig wurde und das Schießen nun mehr der Tradition und Geselligkeit zuzurechnen ist.

Das ganze Dorf hatte sich in der Woche vor dem 575-jährigen Jubiläum wieder herausgeputzt. Kein Verein, der sich ausschloss. Alle hofften auf schönes Schützenfestwetter und freuten sich auf die Festtage. Und die Hoffnungen wurden nicht enttäuscht. Denn auch diesmal fand, wie 1964, am Sonntagmorgen um 9.00 Uhr wieder ein Feldgottesdienst beim schönsten Sonnenschein auf der herrlich mit Fahnen und Blumen geschmückten Festwiese unweit der alten Pfarrkirche statt.

Hierfür hatte sich, wie beim Jubiläumsfest 25 Jahre zuvor auch, wieder viele auswärtige Schützenbruderschaft mit ihren Fahnenabordnungen eingefunden, um gemeinsam mit Gebet und Gesang die Hl. Messe zu feiern.

Anschließend wurde am Denkmal für die Gefallenen beider Weltkriege ein Kranz niedergelegt und zugleich aller Verstorbenen des Dorfes gedacht. Danach fanden dann ein zünftiger Frühschoppen mit Festkommers und die feierliche Krönung der neuen Schützenkönige durch Abt Makarios Hebler im Festzelt statt.

Am Sonntagnachmittag nahm dann der farbenfrohe Festzug von der Festwiese aus seinen Anfang und zog durch die mit Fahnen und Girlanden geschmückten Straßen Heppendorfs. Eine Abordnung von 7 Reitern der Reiterfreunde des Heppendorfer Reitstalles Hensen führte der Zug an, an dem neben allen Schützenbruderschaften des Bezirksverbandes Bergheil-Süd auch weiteren befreundeten Schützenbruderschaften sowie alle Ortsvereine und vielen Musikzüge aus nah und fern teilnahmen. Viele Schaulustige waren von weit her gekommen, um mit den Heppendorfer das außergewöhnliche Ereignis zu bejubeln

Auszüge aus der Kölnischen Rundschau mit mehreren Fotos vom 27. Juni 1989:
Überschrift: Festzug war der Höhepunkt - mit der Unterzeile:
Sebastianus - Schützen feierten 575-jähriges Bestehen ganz groß – Südbund zu Gast Genau zu dem Zeitpunkt, als sich an diesem strahlenden Sonntagnachmittag des Festzug durch die Straßen von Heppendorf bewegte, fielen im fernen Sarajevo die Schüsse auf den österreichischen Thronfolger, die zum Ausbruch des 1. Weltkrieges führten, sagt die Chronik. In stürmischen Zeiten erlebte die St. Sebastianus-Bruderschaft Ann 1914 ihr 500-jähriges Bestehen. Vergleichsweise friedlich ist Europa 75 Jahre später. Am Wochenende feierten die Heppendorfer Schützen ihr 557-jähriges Jubiläum mit dem Bundesfest des Bezirksverbandes Bergheim-Süd. Gestern endete das viertägige Programm. Ein von weitem sichtbares Emblem machte Reklame für das Fest. Der Kran einer Baufirma hielt es mit seinem stählernen Arm noch höher, als sich der Turm der Kirche über die Dächer des Dorfes reckt. Ein Disko im Festzelt machte den Auftakt: 500 junge Leute erlebten begeistert die Show von Ex-„Formel-Eins“-Moderatorin Stefanie Tücking – mit Musik, Videoclips, Lichtorgel-Kaskaden, Nebeleffekten. Die „Sun of Jamaica“ brachte tags darauf die Goombay Dance Band“ mit. „Es war brechend voll“ freute sich Schützen-Sprecher Dietmar Kinder. “In diesen 575 Jahren hat unsere Welt atemberaubende, zum Teil revolutionäre Veränderungen erlebt“, erklärte Oberkreisdirektor Wolfgang Bell am Sonntagmorgen. Als Schirmherr dieses Jubiläums hielt er die Hauptansprache beim rund zweistündigen Festkommers vor den versammelten Schützen und den zahlreichen Ehrengästen. Anschließend führten Abt Makarios Hebler von der Benediktinerabtei Tholey/Saar und Präses Franz Erich Kirsch die neuen Majestäten in ihre Ämter ein. Die Krone des Schützenkönigs setzte er Vincent Kottisch auf. Die Amtskette des Bürgerkönigs erhielt Waldemar Teske. Neuer Jungschützenkönig wurde Alexander Merzenich. Der traditionelle Heppendorfer Chor „Liederkranz“ und die Kapelle „St. Josef“ aus Teveren sorgten musikalisch für den würdigen Rahmen. Höhepunkt der Feiern war der große Festzug am Sonntag. 18 Bruderschaften mit ihren Majestäten, die Ortsvereine und die 12 Musikgruppen mit insgesamt 1000 Teilnehmern lieferten den vielen Hundert Schaulustigen ein Fest fürs Auge. Am Abend folgte der Krönungsball. Zum krönenden Abschluß veranstaltete die Bruderschaft gestern ein erfolgreiches Kinderfest und das traditionelle Industrievogel-Schießen.

Auszüge aus dem Kölner Stadtanzeiger mit vom 26. Juni 1989:
Überschrift: Benediktinerabt krönte Jubiläums-Majestäten
mit der Unterzeile: Bruderschaft Heppendorfer 575 Jahre alt – 1000 Schützen kamen
„Wir verbeugen uns vor unseren Vorfahren, die 1414 diese Bruderschaft gegründet haben“, sagte Brudermeister Barthel Portz beim Kommers zum 575-jährigen Bestehen der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft Heppendorf. Am gestrigen Sonntag sahen sich die Heppendorfer einer regelrechten Schützeninvasion ausgesetzt. 1000 Grünröcke, begleitet von vielen Musikkapellen, zogen durch das mit Girlanden und Fahnen festlich geschmückte Dorf. An einem den Kirchturm überragenden 40 Meter hohen Kran hing weit sichtbar das vom Heppendorfer Graphiker und Maler gestaltete Emblem der Gemeinschaft mit der Jubiläumszahl.

„Als Kolumbus sich op de Söck jemaht, kohm er Amerika noh; un als er dann dat Land betrat, do wore mir schon do“, heißt es in einem Gedicht, entnommen den „Geschichten aus der Heimat“ von Dietmar Kinder. „Wenn ein Verein seinen 575. Gründungstag feiert, muss man das mit Bewunderung und Respekt zur Kenntnis nehmen“ betonte Oberkreisdirektor Wolfgang Bell bei seiner Festansprache. In den fast sechs Jahrhunderte habe die Welt atemberaubende Veränderungen erlebt. Die Bruderschaft habe alles überstanden, was dem Fortschritt der Geschichte und Entwicklung unserer Zivilisation zum Opfer gefallen ist. Sie sei jung geblieben durch ihre Tradition in der bewahrenden Kultur christlicher Lebensführung sowie der Aufrechterhaltung der Idee für Glaube, Sitte und Heimat. „Der Kern des Heimatlebens ist das Gefühl der Geborgenheit“, fuhr Bell fort. Dazu sei die Bruderschaft der gelungene Beweis für den Zusammenhalt von Generationen in schwersten Zeiten. Die Gemeinschaft habe sich aber auch den Sinn für die Freuden des Lebens bewahrt. Nach den Grußworten der weiteren Ehrengäste krönte Abt Makarios Hebler von der Benediktinerabtei Tholey/Saar die Majestäten. „Früher mussten die Monarchen nach Rom reisen, um sich die Krone aufs Haupt setzen zu lassen. Heute kann ein Abt das auch“, meinte der Geistliche verschmitzt.

Ähnlich Berichte mit Bildern fanden sich auch in der Werbepost vom 28.Juni 1989 und im Erft-Echo vom 6. Juli. So schreibt die Werbepost unter der Überschrift:

Schützen halten über Generationen zusammen: „Die Befürchtungen von Brudermeister Barthel Portz wurde wahr: Das Dorf war zu klein geworden. Einige tausend Menschen strömten am Wochenende zu den Veranstaltungen der Heppendorfer St. Sebastianus-Schützenbruderschaft, die in diesem Jahr ihr 575-jähriges Bestehen feierte.“ Und etwas später heißt es: Die St. Sebastianus-Schützenbruderschaft ist nicht nur die älteste im Bezirksverband Bergheim-Süd, sondern auch eine der traditionsreichsten in Deutschland.“ Und an anderer Stelle: „Böllerschüsse kündigten am Samstag im weiten Umkreis das Jubelfest an. Es folgten der abendliche Festzug durch das ganze Dorf und ein Gala-Abend mit Tanz im Festzelt und einer Mitternachtsshow. Hoher Besuch dann am Sonntagmorgen. Die zahlreichen Ehrengäste wiesen auf die Schützenbruderschaften als Bindeglied zwischen Tradition und Gegenwart hin. Bezirksbundesmeister Arnold Koberg und Diözesanbundesmeister Willi Rögele zeichneten mit Brudermeister Barthel Portz die - schätzungsweise 23. Generation in der Heppendorfer Schützen-Ahnenreihe - mit einer Plakette aus. Die mächtige Krone des Schützenkönigs trägt in diesem Jubiläumsjahr Vincent Kottisch, der von seiner Frau Maria begleitet wird. Als Jungschützenkönig zog Alexander Merzenich mit Jungschützenkönigin Monika Consten im Festzug durch den Ort. Am Sonntagabend folgte dann die Serenade mit dem „Große Zapfenstreich“ vor der Kirche, bevor es im Festzelt zum Krönungsball ging, der ebenso gut besucht war, wie der Gala-Abend am Samstag. Mit der Jugend begann man am Freitagabend, mit den ganz Kleinen endete das Fest. Am Montag durften sie sich im „Kinderexpreß mit Uschi und Bert“ noch einmal richtig austoben, um dann genau so erschöpft zu sein, wie die vielen Beteiligten nach diesem feierlichen Wochenende.



600 - jähriges Bestehen der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft Heppendorf im Jahre 2014 ...

... in Verbindung mit dem Bundesschützenfest des Bezirksverbandes Bergheim-Süd

Nun ist seit dem letzten großen Jubiläums- und Bundesfest im Jahre 1989 wieder eine neue Schützengeneration herangewaschen, die 24., wenn man von rund vier Generationen pro Jahrhundert ausgeht. Denn in diesem Jahre ist es den Heppendorfer Schützen vergönnt, das 600-jährige Bestehen ihrer Schützenbruderschaft zu feiern. Die Bruderschaft gehört damit mit zu den ältesten Schützenbruderschaften in Deutschland.

Möge die diesjährige Jubelfeier dazu beitragen, in unserer alten traditionsreichen Bruderschaft den Geist neu zu beleben um ihn bis in die fernsten Zeiten zu erhalten. Für die vielen jungen Männer, die noch abseits stehen und die Ideale einer Schützenbruderschaft noch nicht erkannt haben, soll das Fest gleichfalls eine Werbung sein, damit unser Volks- und Brauchtum nicht verloren geht.



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