Sankt Sebastianus Schützenbruderschaft Heppendorf e.V. gegründet 1414

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Kurzweiliges

Im folgenden Abschnitt präsentieren wir Ihnen Kurzweiliges:

Schötzefess in Jrouven - Auswärtiges Schützenfest 1997 in Grouven

Wir Heppendorfer Schützen besuchen nun schon seit ewigen Zeiten die Grouvener Schützen zu deren Schützenfest, und umgekehrt, sie uns natürlich auch. Und wir gehen immer gerne nach Grouven. Hier herrscht am Schützenfestsonntag vor und nach dem Festzug - und natürlich erst recht während des Umzuges - noch die Atmosphäre, wie man sie von früher gewohnt ist und die man heutzutage andernorts leider oft vermisst.
Hier stehen die Leute noch mit „ihrem Besuch“ vor der Tür und winken den vorbeiziehenden Schützen lachend zu. Sie verstecken sich auch nicht hinter den Gardinen. Oder bleiben gar, wie es ansonsten leider öfter der Fall ist, beim schönsten Sonnenschein, ohne auch nur aufzuschauen, regungslos in ihren Liegestühlen liegen. Obwohl doch die meisten Zugteilnehmer frohgelaunt von ringsumher eigens angereist sind, um mit ihnen Schützenfest zu feiern.
Nein, in Grouven ist das noch alles anders. Und anders ist auch die Umgebung des Festplatzes. Der liegt in Grouven nämlich gleich neben dem mit herrlichen alten Bäumen umrandeten idyllischen Weiher.

An einem Schützenfest 1997 ist das alles wieder genauso wie seit ehedem:
Das gewohnt schöne, zum Marschieren manchmal fast schon zu heiße Sommerwetter, der festlich geschmückte Ort, die fröhlichen Menschen.
Um uns in die richtige Stimmung zu versetzen, wurde bereits unterwegs das Lied der "Bläck Fööss" von den „Hundert-fuff-zisch Mann met de Fahn vörre-aahn“ mit erhöhter Lautstärke gehört. Aber ein solches „Vorspiel“ hat man beim Grouvener Schützenfest ja eigentlich gar nicht nötig.

Für uns Schützen selbst ist es immer sehr angenehm - wenn es auch für das Kutschengespann mit dem Schützenkönigspaar etwas umständlicher ist - wenn die lange Schützenkolonne unterwegs kehrt macht. Wenn also der lange Festzug, dem man selbst angehört, einem auf einmal entgegenkommt, wie das in Grouven auf der Römerstraße in Richtung Thorr stets der Fall ist. Dann kann man auch endlich einmal die anderen Schützenbruderschaften mit ihren Fahnen und Abordnungen, sowie die verschiedenen Musikzüge, in Aktion bewundern. Und man hat Gelegenheit, alte Bekannte zu grüßen. So in diesem Jahr auch wieder einige Arbeitskollegen, die Angelsdorfer Schützen, die Giesendorfer Schützen, die Schützen aus Berrendorf, „un dann die do henge“ von den Elsdorfer Schützen, „un do dä Pitter do vör-re von de Thorrer Schözze, dä imme su freund-lisch wenk, un denne ich doch beih-noh üvve-senn hann, un am Eng de Schözze us Grouven“, und schon ist der Zug mit lautem Musikspiel an einem vorbeigerauscht.

In Grouven löst sich der Zug in den letzten Jahren auf dem Sportplatz auf, der noch ein Stück hinter dem berühmten Weiher liegt. Die Festzugsteilnehmer bilden dann, wie jedes Jahr, einen großen Halbkreis um die Ehrengäste und der erste Brudermeister (damals noch Ferdinand Schiffer) stellt dann den Schützenkönig mit seiner Gemahlin vor. Bedankt sich, wie das so Brauch ist, beim Königspaar, beim Pastor, beim Ortsvorsteher, namentlich bei allen Schützenbruderschaften, Musikzügen und Ortsvereinen – „un dat se all widde su zahl-reisch je-kumme senn“ - und nicht zu-letzt bei Petrus, „dä och diß Johr widde für schön Wedde je-sorsch hätt“.

Bevor nun der Kornmandant, „wie dat üvve-all su jeeht“ den Festzug auflöst, wird zum Abschluss noch die Nationalhymne gespielt. Kurze drei Minuten lang senken sich die Fahnen, die Teilnehmer stehen fast regungslos da und - von laut bis zag-haft - singen die meisten Schützen den Text der dritten Strophe mit.
Aber kaum ist der letzte Ton verklungen, beendet der Kommandant mit lauter Stimme den feierlichen Moment und die eben noch in erhabener Gemütslage verharrenden Schützen, die Mitglieder der Ortsvereine, die Musiker und die mitgelaufenen Kinder strömen, am Weiher vorbei, in Scharen zurück. Man unterhält sich, lacht, frotzelt ein wenig und bewegt sich gemächlich auf dem kleinen Feldweg in Richtung Schützenzelt, Schießstand, Buden oder auch zu seinem Auto, um noch rechtzeitig zum Kaffee wieder daheim zu sein.
Es ist mal wieder so ein Tag, wo man in einer herrlichen Umgebung das Gefühl hat, mit sich und den Welt eins zu sein, und man allzu gern glauben möchte „su es et jooht un esu künnt ei och blieve“.

Auch wir befinden uns mitten im Strom der hell- und dunkelgrün gekleideten Schützen, sowie den bunten Trachten der Spielmannszüge und der verschiedenen Grouvener Dorfvereine.
Uns drängt es, wie die meisten, ins Festzelt auf ein kühles Kölsch im Kreis der eigenen Schützenbruderschaft. Und wenn dann noch die Blasmusik das „Trompetenecho“, die „Amboßpolka“, „Hoch Heidecksburg“ und dergleichen spielt, „dann wor dat höck widde eh herr-lisch zünf-tisch Schözzefeß“. Denn dieser Musikgenuss und ein leckeres Bier passen wunderbar zusammen, und das alles hat man sich nach so einem Festzug auch redlich verdient.

„Ach jo, noch-her well ich jo noch ahn da Moppe-Bud vor-beih, öm ze senn wat die su alles ahn Leb-koche-Häzze hann“, geht es einem noch durch den Kopf.

Noch ganz in Gedanken entdeckt ein Schütze am Rande des Weihers, nicht weit vom Sportplatz entfernt, noch einen weiteren Kollegen.
„Dat es doch.,...? Jo se-sche dat es de Herr ….!“
Der Herr … hat mit seiner Frau und kleinem Enkelkind bei diesem wunderbaren Sonnenschein auch den Weg nach Grouven zum Schützenfest gefunden. Sie haben ihre Fahrräder an einen Baum gelehnt und unterhalten sich mit einem Ehepaar, das im vergangenen Jahr auf seinem Bauernhof „de Johl-de Huh-zeck“ feiern konnte. Auch die beiden sind, per „Drahtesel“, quer durch die Felder vom nahen Widdendorf gekommen.

Er bewegt sich aus dem Strom der Leute heraus und geht auf die beiden Ehepaare zu. Und es folgen dann die üblichen Begrüßungs- und Wiedersehensworte, „wenn man sich noch lange Zeck enns widde triff“:
„Tach ze-samme!“
„Süsch enns wä do kütt!“
„Ja su jett.“
„Süht me üsch och noch enns?“
„Lang net mieh je-sinn.“
„Wie es et?“
„Wie südd et senn?“
„Et jeht ald esu.“
„Un söns?“
„Jooht.“
„Un üsch?“
„Et künnt schläsch-te jonn.“
„Wat es dat höck widde eh schön Wedde wat.“
„Bahl ald eh bes-je zo schön.“
„Düsch-tisch heeß ep et höck.“
„Et es esu heeß, dat de Kroh-ne jappe.“
„Ävve hee ahm Wei-he es et jett köh-le.“
„Jo, hee kann me et us-haah-le.“
„Ich kann mich noch jooht er-rinne-re, et maach sibbe, aach Johr her senn, do wor ahn su nem hee-ße Daach wie höck, och hee beihm Jrou-vene Schözze-feß....“, und schon ist man bei früheren Zeiten und hat sich auf angenehme Weise festgeredet.

Nur dem kleinen Enkelchen der stolzen Großeltern mag es etwas langweilig sein. Jedenfalls scheint es sich für unser Gespräch nicht sonderlich zu interessieren und geht seiner Wege.

Und auch die Schützen haben sich mittlerweile alle längst verzogen. Der Sportplatz mit angrenzendem Feldweg, der vorhin mit viel mehr als den berühmten "Hundert-fuff-zisch Mann" bevölkert war, liegt nun wie ausgestorben da. Vom nahen Rummelplatz hallen die typischen wohlklingenden Laute wider, die sogar das Vogelgezwitscher rund um den Weiher übertönen. Und selbst der anheimelnde Geruch von "ner Riev-kohche-buhd" ist bis hierhin deutlich zu wahrzunehmen.
Inzwischen wurde der viel zu warme Schützenrock ausgezogen und locker über die linke Schulter gelegt. Den Hut in der anderen Hand wird sich von Zeit zu Zeit mit dem Taschentuch über die Stirn gewischt.
Das Enkelchen, ein Mädchen von nicht mal ganz vier Jahren, spielt unterdessen am Ufer des Weihers, hüpft um einen großen Baum, wirft kleine Steine und Stöckchen ins Wasser, während „oß Ve-zäll-scher üvve dit un dat“ munter weitergehen.

Auf einmal „kütt dat Kleehn“, das bislang völlig selbstvergessen mit anderen, viel wichtigeren Dingen beschäftigt war und überhaupt nicht auf uns Erwachsenen zu achten schien, spornstreichs vom Ufer auf uns zu gerannt. Es baut sich in seiner vollen Größe gerade mal achtzig Zentimeter auf, zupft paarmal am Ärmel des herunterhängenden Schützenrocks. Ich blicke es erstaunt an. Völlig ernst dreinschauend und fragt es ganz trocken:
„Hast du eigentlich noch nicht gemerkt, dass die andern alle schon lange weg sind?“

Mittlerweile hat sich das Auflösen des Zuges ein wenig verlagert. Das Schauspiel hat sich aber dennoch nicht verändert. Herrlich.

Als Schützenbruderschaft aus dem Bezirksverband Bergheim-Nord hat die Sankt Sebastianus Schützenbruderschaft Grouven uns Heppendorfer Schützen aus dem Bezirksverband Bergheim-Süd offiziell zum 29. Juni 2013 zur Freundesbruderschaft ernannt.



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